1. Mannschaft zum ersten Mal Meister

SV Wachenroth ist Meister: In der A-Klasse 1 nicht mehr einholbar

Was sich in den letzten Spieltagen bereits angedeutet hatte, ist nun fix: Nach dem 3:1-Auswärtserfolg beim FC Röbersdorf 2 steht der SV Wachenroth als Meister der A-Klasse 1 fest. Der erste Meistertitel in der Vereinsgeschichte!! Das Team von Trainer Alfred Bauer steht bei 65 Punkten und ist damit von der Konkurrenz nicht mehr einzuholen. Herzlichen Glückwunsch und viel Erfolg in der Kreisklasse!
von Markus Schütz

Noch Ende April nahm der 54-jährige Trainer Alfred Bauer, der seit dieser Spielzeit im Amt ist, den Druck von seinen Spielern: „Wir haben in dieser Saison schon mehr erreicht, als wir uns vorgenommen haben: Wir wollen vorne mitspielen – und das haben wir geschafft!“ Er sagte aber auch: „Ich habe hier eine tolle Mannschaft, die bereit ist, den nächsten Schritt zu machen!“ Nun steht also fest, dass die Wachenrother diesen Schritt, der auf direktem Wege in die Kreisklasse führt, gemacht haben. Das Team um Topstürmer Jonas Breun ist mit seinen nun 65 Punkten von der Konkurrenz nicht mehr vom ersten Platz zu verdrängen.
Der entscheidende Schritt gelang in der Partie beim FC Falke Röbersdorf 2. Dort waren die beiden Treffer von Breun kurz vor der Halbzeit der Türöffner zum Sieg. Zwar wurde die Partie noch einmal spannend, nachdem Kevin Schlicht verkürzen konnte. Aber als Pascal Hofmann mit seinem sechsten Saisontor fünf Minuten vor dem Ende alles klar machte, stand die Meisterschaft der Mannschaft aus dem mittelfränkischen Landkreis Erlangen-Höchstadt fest. Trainer Alfred Bauer wiederholte dabei das, was ihm als Trainer bereits mit Tennenlohe und Oberreichenbach (vor 20 Jahren) bereits gelungen ist. Und das bereits in seinem ersten Jahr als Coach des Vereins vom südlichen Rand des Steigerwaldes.

Gleich 14 Mal zu Null…

Zwar gelangen dem ersten Verfolger SpVgg Mühlhausen bislang beeindruckende 41 Tore mehr, beeindruckend aber im Gegensatz dazu auch die gering Anzahl an Gegentoren auf Seiten der Wachenrother: Nur 13 Mal konnten sich die gegnerischen Spieler über einen Treffer freuen. Unter den insgesamt 16 Torschützen ragt der 23-jährige Jonas Breun heraus. Im Spitzenspiel beim 4:0-Sieg über Mühlhausen vor Kurzem, trat er zwar nicht als Torschütze, aber immerhin als vierfacher Vorbereiter auf. Nur zwei Mal gingen die Wachenrother als Verlierer vom Platz: Am vierten Spieltag beim 2:3 zuhause gegen Pommersfelden und bei der letzten Niederlage bisher Anfang Oktober vergangenen Jahres beim 0:1 in Frimmersdorf. Seitdem gab es 15 ungeschlagene Spiele in Folge. Das 3:1 in Röbersdorf war der neunte Sieg in Reihe. Eine Konstanz, mit der die Verfolger nicht mithalten konnten.

Aufgrund des uneinholbaren Vorsprunges ist es den Wachenrothern nun vergönnt, ihr letztes Saisonspiel zuhause gegen Priesendorf ohne Druck absolvieren zu können!

Das sagt Wachenroths Torschützenkönig Jonas Breun…

… zu den Stärken des SVW:

„Unsere Stärke in dieser Saison war mit Sicherheit die Defensive. 13 Gegentore in 25 Spielen sprechen da eine deutliche Sprache. Noch dazu muss man sagen, dass das alles unsere Jungs sind, die schon immer hier spielen. Es ist Eins-zu-Eins die gleiche Abwehrreihe wie letzte Saison. Diese Saison konnte Coach Alfred eine dermaßen kompakte Einheit daraus formen, so dass es enorm schwer war, gegen uns Tore zu erzielen. Wir konnten gegen jedes Topteam zu Null spielen, außer gegen Frimmersdorf – da das letzte Spiel abgesagt wurde. Das heißt, die Null stand vor allem auch in den wichtigen Spielen. Offensiv fackelten wir eigentlich nie ein Feuerwerk ab, wie beispielsweise Mühlhausen. Doch am Ende zählen nun mal die Punkte und nicht die Tordifferenz. Und so stehen wir nun eben uneinholbar an der Spitze, und das freut uns!“

… zum Saisonverlauf:

„Wir wussten, dass wir mit diesem Team oben mitspielen sollten, dass es am Ende jedoch für den ganz großen Wurf reicht, dachte anfangs wohl niemand. Auch zur Winterpause hörte man nur solche Phrasen wie ‚Es sieht zwar ganz gut aus, aber…‘. Außerdem standen wir auch letzte Saison zur Winterpause dort oben, brachen danach aber beschämend ein und rutschten bis auf Platz sechs ab. Auch dadurch, dass wir keinen Gegner abschossen und diese klaren Siege feierten, sondern wir uns jeden Sieg hart erarbeiten mussten, kam nie dieses Gefühl einer totalen Überlegenheit auf und somit auch keine Überheblichkeit. Als sich dann plötzlich herauskristallisierte, dass es für ganz oben reichen könnte und dann das Hammerspiel gegen Mühlhausen anstand, war man sich bewusst, dass man mit einem Sieg in besagtem Spiel ganz nah dran ist am ominösen Titel. Dann diese Performance auswärts in Mühlhausen zu zeigen und 0:4 zu gewinnen, das war elementar wichtig. Von da an war jedem bewusst, wir würden es schaffen. Auch wenn die Nervosität in den beiden darauffolgenden Partien zu spüren war, konnte man sie letztendlich sicher gewinnen. Und so können wir nun die erste Meisterschaft der Vereinsgeschichte feiern!“

… zur Konkurrenzsituation in der AK1:

„Kurioserweise konnte man bis zur Winterpause, genau wie letztes Jahr einen Fünfkampf beobachten. Wir hatten gegen Pommersfelden und Frimmersdorf aus der Spitzengruppe verloren, standen jedoch noch gut da. Als dann nach der Winterpause die beiden oben Genannten so langsam abfielen, und wir uns mit wichtigen Siegen gegen Bischberg und Pommersfelden in den Topspielen behaupten konnten, lief alles auf einen Dreikampf zwischen Mühlhausen, Bischberg und uns hinaus. Obwohl wir drei Punkte vor Mühlhausen waren, traute uns niemand den Sieg dort zu. Die 109-Tore-Offensive würde uns in ihrem Wohnzimmer auseinanderlegen, dachte mancher vielleicht. Mühlhausen hat auch den stärksten Kader, mit genug Spielern, die höherklassige Erfahrung haben. Doch wir waren aus meiner Sicht einfach die stärkere Einheit und konnten uns so durchsetzen. Das freut uns umso mehr, dass wir uns diesmal in einer breiten und starken Spitzengruppe durchsetzen konnten. Wenn vor der Saison gesagt worden wäre, Wachenroth wird Meister, dann hätten wir sozusagen ja nur unsere Pflicht erfüllt. Doch wenn den Meistertitel niemand oder nur die allerwenigsten von dir erwarten, ist er umso schöner…! ;-)“

… zur (ersten) Meisterfeier:

„Zuerst wurden natürlich in Röbersdorf direkt nach Spielende kurz gefeiert. Es ging jedoch recht zügig nach Hause, denn es stand ja die obligatorische Traktorfahrt auf dem Programm. Auch die war feuchtfröhlich und lustig. Danach begleitete uns die kleine Dorfmusik zum Sportplatz, da der Dirigent Vater einer unserer Spieler ist. Noch ein, zwei Ständchen am Sportplatz und dann konnte auch dort die Feier beginnen. Diese dauerte dann bis in die Nacht hinein. Natürlich wurde ausgelassen gefeiert, wenn man bedenkt, dass wir uns mit der ersten Meisterschaft der Vereinshistorie in den Geschichtsbüchern des Klubs verewigen konnten. Das hat für unsere junge Truppe einen gewissen Stellenwert, da wir, wie bei jedem anderen Verein wahrscheinlich auch, von den „Alten“, den ehemaligen Spielern Tipps und Tricks bekommen. Doch nun können wir sagen: ‚Wir wurden Meister und ihr?‘ ;-)“

… zur Kreisklasse:

„Es kann kein anderes Ziel geben, als den Klassenerhalt. Ich denke, mit der momentanen Art unseres Fußballspiels, sollten wir in der Kreisklasse nicht vollkommen chancenlos sein. Hart wird es natürlich trotzdem. Was am Ende dabei rauskommt, sei vorerst dahingestellt. Wir freuen uns über den Moment, die Meisterschaft – und was die nächste Saison bringend wird, lassen wir einfach auf uns zukommen.“

anpfiff.info sagt herzlichen Glückwunsch zur verdienten Meisterschaft und wünscht schon jetzt viel Erfolg in der Kreisklasse. Dort war der SVW zuletzt 11/12 – allerdings nur für eine einzige Spielzeit. Der Aufenthalt diesmal soll sicher länger andauern. Im Juni erfolgt ein ausführliches Portrait über den Meister der A-Klasse 1.

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